Dienstag, 25. Februar 2014

[Ni] Projekt "Zuckerfrei" {Die Neugier siegt}

Hallo ihr Lieben,
 
heute möchte ich euch von meinem neuesten Projekt "Zuckerfrei" erzählen.
Schon länger spiele ich mit dem Gedanken, den weißen Haushaltszucker von meinem Speiseplan zu verbannen. Ich war mir aber nie sicher, ob ich das denn überhaupt aushalten würde oder was ich denn dann noch Süßes essen kann. Viele Fragezeichen schwirrten in meinem Kopf herum.
Auf was muss ich verzichten? Wie kann ich Zucker ersetzen? Soll nur der weiße Haushaltszucker weg oder auch Honig, Agavendicksaft und Co? Wie fange ich denn überhaupt an? Wie macht man so was?
 
Ich habe mich durch einige Blogs gelesen, die ebenfalls (teilweise) zuckerfrei leben und ähnliche Projekte gestartet haben. Die liebe Nicole von "live life deeply-now" hat es getan, Katharina von "Katharina kocht" ebenso. Das muss doch zu schaffen sein.

 

WARUM DAS GANZE?
In letzter Zeit musste ich immer wieder feststellen, wie ich von einem unheimlichen Heißhunger auf Süßigkeiten getrieben wurde. Eigentlich war ich pappsatt und hatte trotzdem noch das Verlangen nach einem Nachtisch oder etwas Süßem - Tag für Tag. Wenn nichts Süßes mehr im Haus war wurde ich unausstehlich. Dem wollte ich radikal ein Ende setzen. Klar spielt für mich natürlich auch der gesundheitliche Aspekt (sich fitter fühlen, mehr Energie, natürlichen Süßgeschmack wieder spüren, ...) eine große Rolle, aber hauptsächlich habe ich das Projekt gestartet um meine Neugier zu stillen. Killt der Verzicht auf Zucker also wirklich meinen extremen Heißhunger?
 
VORBEREITUNG
Zu Beginn habe ich mir das Buch "Zucker - der heimliche Killer" gekauft. Ein bisschen Vorbereitung sollte ja schon sein und ganz blind wollte ich dann doch nicht an das Projekt heran gehen. Außerdem habe ich mir allerlei Alternativen gesucht, die ich essen kann, wenn mich der Süßi-Hunger gnadenlos überfällt und mir zuckerfreie Rezepte (u.a. von o.g. Blogs) ausgedruckt.
Alle Süßigkeiten wurden aus der Speisekammer verbannt und der weiße Zucker ins letzte Eck gestellt. Wegschmeißen wollte ich ihn nicht, das bringe ich (noch) nicht übers Herz.
 
UND NUN? DER ABLAUF!
Tja, Montagmorgen sollte dann der erste zuckerfreie Tag starten. Dies ist mittlerweile zwei Wochen her. Als Ziel hatte ich mir vorerst EINE WOCHE OHNE WEIßEN ZUCKER UND SÜßIGKEITEN gesetzt. Obst (Fruchtzucker!) und Zuckeralternativen (Agavendicksaft, ...) waren erlaubt. Ich wollte langsam beginnen und nichts überstürzen.
Ich muss zugeben, dass ich mir echt eine der schwersten Wochen im ganzen Jahr rausgesucht habe, denn in dieser Woche hatte ich Messe. Hört sich ziemlich harmlos an, ist es aber wirklich nicht, denn auf Messe lauern allerlei Gefahren: Aussteller die Kuchen vorbeibringen, nette Kollegen die einen mit Süßkram versorgen und hin und wieder auch etwas Langeweile die zum Naschen verleitet...

Den Tag startete ich eigentlich wie gewohnt mit einem Frühstück (Müsli, Naturjoghurt, Obst). Hier habe ich darauf geachtet, dass das Müsli keinen Zucker hat. Gar nicht so einfach bei der großen Auswahl im Supermarkt. Also habe ich kurzerhand mein Müsli aus ein paar Flocken und Körnern zusammengemischt. Mittags und Abends aß ich ebenfalls wie sonst, versuchte aber z.B. das Salatdressing ohne Zucker zu machen, etc.
Die Mahlzeiten an sich waren kein Problem, denn die bereite ich immer selbst zu und kann für mittags was ins Büro mitnehmen. Problematischer war hier schon das Thema "Nachtisch" bzw. die Snacks. Aber auch das habe ich gut überstanden und seit zwei Woche keinerlei Süßigkeiten genascht. Hatte ich Lust auf etwas Süßes, dann habe ich etwas Obst und Nüsse gesnackt, etwas Nussmus gelöffelt oder habe ein paar vegane Pralinen genascht. Ging tatsächlich einfacher als gedacht und die Schokolade und das Kuchenstück habe ich links liegen gelassen.


 
VERBESSERUNGEN
In der ersten Woche waren die Heißhungerattacken (vorerst) weg, was aber auch daran liegen könnte, dass es die erste Woche und ich hochmotiviert war / bin. Ich konnte morgens super aufstehen und habe mich nicht "zerknittert" gefühlt. Auch hatte ich das Gefühl, dass ich weniger Schlaf brauche und war meistens schon vor dem Weckerklingeln wach. Auch ein Nachmittagstief konnte ich nicht wahrnehmen, sondern habe mich konstant fit gefühlt. In der zweiten Woche merkte ich, dass sich der Körper anfängt umzustellen und ich hin und wieder ein paar Gelüste hatte. Dann habe ich mich aber einfach versucht abzulenken und habe z.B. geputzt.
 
WIE GEHTS WEITER?
In der kompletten ersten Woche habe ich keine Heißhungerattacke gehabt und in den ersten beiden Wochen keinen weißen Zucker gegessen - für mich ein toller Anfang um meinen Zuckerkonsum zu verringern und ich bin mächtig stolz auf mich und meinen Körper. Vorerst möchte ich so weitermachen und mich mehr mit Zuckeralternativen (gerade auch zum Backen, denn das ist und bleibt ein großes Hobby von mir) beschäftigen, die den Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe treiben. 
 
Ich bin froh, dass ich dieses Projekt gestartet habe und ich jetzt schon einiges gelernt habe (z.B. dass in Agavendicksaft jede Menge Fruktose steckt). Ich liebe solche Herausforderungen und konnte mir selbst beweisen, dass ich meinen Schweinehund überwinden kann.

 
Habt ihr Interesse daran mein Projekt weiter zu verfolgen? Gerne berichte ich dann weiter und zeige euch auch gerne mal ein paar Rezepte, Zuckeralternativen, etc.
 
Zuckerfreie, aber trotzdem süße Grüße schicke ich euch, während ich mich weiter durch den Zuckerdschungel tummel und verdeckten Zucker aufdecke,
 

Kommentare:

  1. Hallo,

    ich finde das Projekt klasse und ich würde es gerne weiter verfolgen. Auch ich habe im letzten Jahr, auf Grund einiger Blogeinträge, begonnen mir Gedanken über meinen Zuckerkonsum zu machen. Seitdem versuche ich auch weitestgehend auf Süßigkeiten und Zuckerhaltige Produkte zu verzichten. Mir geht es seitdem definitiv besser. Ich fühle mich fitter, freier - einfach lebendiger. Auch ich habe kaum Probleme mehr mit dem Nachmittagstief und bin trotz wenig Schlaf morgens hellwach und motiviert. Ich denke, der Verzicht bzw. die Einschränkung hat einen wirklich positiven Effekt. Ich habe auch keinen Appetit mehr auf Schokolade, Kuchen & Co. Sollte ich doch mal auf einer Geburtstagsfeier ein Stück Kuchen essen, stelle ich fest wie süß und teilweise unnatürlich es schmeckt. Die Sachen sind mir mitlerweile wirklich zu süß. Ich backe auch gerne und seitdem ich meinen Zuckerkonsum einschränke habe ich gar nicht mehr gebacken. Ich bin auf die Alternativen wirklich gespannt.

    Und wie ist das Buch "Zucker - der heimliche Killer"? Empfehlenswert? Oder wird die Thematik doch eher übertrieben und vereteufelt?

    Ich muss gestehen, dass ich mich nicht auf das Projekt/Thema "vorbereitet" habe, sondern wirklich von heute auf morgen den Entschluss gefasst habe, mich einzuschränken. Verzichten möchte ich nicht, denn Verzicht weckt Begierde.

    Liebe Grüße
    Denise

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    1. So geht es mir auch, alles schmeckt total "künstlich" süß.
      Das Buch finde ich sehr empfehlenswert - bis auf den Rezeptteil, da braucht man meiner Meinung nach viel zu viele Sachen, die man nur schlecht besorgen kann und muss viel übers Internet bestellen.

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    2. Hallo,

      die Kritik zu den Rezepten habe ich auch schon gelesen. Schade eigentlich, dass ein Koch keine Zucker-"Alternativen" anbietet , die man im Haushalt bzw. im Supermarkt finden kann. Gerade Rezepte finde ich sehr wichtig, denn Theorie - schön und gut. Aber es muss auch in die Praxis umgesetzt werden können, ohne das man gleich 100 € für Zuckerersatz ausgeben muss.

      Liebe Grüße
      Denise

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    3. Da gebe ich dir völlig recht. Es war schon schwer an der Schmerzgrenze rund 10€ für n Kilogramm Xucker zu bezahlen, aber wenn es was taugt, dann zahle ich das gern. Nun den kompletten Vorratsschrank möchte ich mir nicht für hunderte von Euro füllen. Da bin ich echt froh, dass es mittlerweile schon n paar Blogs gibt, die tolle zuckerfreie Rezepte haben.

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  2. Ich gehöre zu den Glücklichen, die fast nie süßes brauchen. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr, wann ich mein letztes Bonbon oder das letzte Schokostück gegessen habe. Heißhunge bekomme ich auch so gut wie nie. Aber trotzdem finde ich das Projekt sehr interessant, da sich der Zucker ja überall befindet, nicht nur in Süßigkeiten :) Gerne würde ich dein Projekt weiterverfolgen.

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    1. Du Glückliche! Ich hatte vorher ständig Heißhunger und konnte teilweise an nichts anderes mehr denken.

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  3. Eine Reduzierung des persönlichen Zuckerkonsums finde ich gut, gänzlich darauf verzichten würde ich wohl selber nicht. Natürlich gibt es einige Alternativen zum normalen, weißen Zucker, aber ich finde nichts schlechtes daran, zwischendurch Lebensmittel mit Zucker zu genießen. Wie immer gilt: Alles in Maßen!

    Mein Müsli esse ich sowieso immer ohne Zucker und selbstgemischt. Salatdressing mit Zucker gibt es bei uns auch nicht. Viele Backrezepte werden in Bezug auf die Zuckermenge angepasst, denn vieles geht auch weniger süß und genauso lecker. Süßes kann ich stark reduzieren, wenn ich es wirklich will. Aber auf Kuchen und Co. verzichten.. niemals!

    Obwohl ich manchmal zu viel nasche, fühle ich mich nachmittags auch nicht schlapp.. Mittagsschlaf kenne ich gar nicht. Ich bin aber auch einer der wenigen Menschen, die morgens ohne Kaffee fit sind. Da werde ich auch immer ganz exotisch angeguckt. Ich denke zum Teil ist "Müdigkeit/Schlaffheit" Gewohnheit bzw. Einstellungssache, und/oder zum anderen eben körperlich bedingt.

    Was ich geplant hatte: Süßigkeiten stark zu reduzieren bzw, wegzulassen. Das ging eine Woche gut und klappte auch mit dem Heißhunger super, bis ich ein Testpaket mit Keksen bekam... (Ich kann mich leider nicht alleine auf die Ergebnisse der anderen verlassen.. xD) Nun bin ich wieder im Trott drinnen, aber was mir immer gut hilft ist der Gedanke: "Mein Körper braucht keine Süßigkeiten. Süßigkeiten sind Genüsslichkeiten, die nicht notwendig sind. Und der Körper lernt darauf zu verzichten, wenn man sie weglässt."

    Viele Grüße, Nadine

    P.s.: Viel Erfolg!

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    1. Komplett verzichten möchte ich auch nicht, sondern austauschen. Somit muss man auch nicht auf Kuchen & Co. verzichten.
      Oh, das mit dem Testpaket ist natürlich "doof". :)

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  4. Ohhhh, das ist das Beste was du machen kannst!!
    Ich lebe seit dem 1.1.14 ohne raffinierten Zucker…und nutze zum Süßen hauptsächlich Agavendicksaft, Bananen oder Datteln (z.B. im Kuchen). Ich war sooo unfassbar süchtig nach Süßigkeiten, ohne sie war es ein verlorener Tag, vor allem Schokolade war mein Freund.

    Seitdem habe ich bisher nur Zucker in Form eines Stückchen Kuchens auf einem Geburtstag angerührt. Ich bin meinem Heißhunger total entkommen, sogar in den Phasen, in denen es Frauen besonders schwer fällt auf Zucker zu verzichten ;o) Es gibt nur noch ganz seltene Momente, in denen ich Verlangen nach Süßem habe, aber meistens gibt es dann einen Joghurt mit Früchten oder ähnlichem :)
    Ich drück dir die Daumen, dass es weiterhin so gut klappt!! Halte uns doch bitte auf dem Laufenden :)

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    1. An Datteln habe ich mich bisher noch nicht getraut - hast du vielleicht ein paar gute Rezepte? Eingekauft habe ich sie nämlich schon! :)

      Vielen Dank für deine motivierenden Worte, dir natürlich auch alles Gute mit der Umstellung - das schaffen wir schon! :)

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  5. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  6. Schade, mein Beitrag ist verloren gegangen. Also noch mal.

    Ich finde deine Aktion toll! Ich selbst lebe seit Juli 2013 kohlehydratefrei und konsumiere deswegen auch nur geringfügig Zucker - egal welcher Art. Ich fühle mich toll damit und es ist das Beste, was ich jemals getan habe!

    Natürlich sündige ich auch hin und wieder, aber nur, um wirklichen Heißhungerattaken, von denen ich seit Juli keine mehr hatte, entgegen zu wirken. Darüber berichte ich auch auf meinem Blog.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg bei deinem Vorhaben!

    Liebste Grüße

    Daniela

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    1. Oh, das hört sich aber gut an. Isst du komplett keine Kohlenhydrate oder nur abends nicht?
      Dir wünsche ich auch viel Erfolg weiterhin.

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  7. Die Aktion finde ich klasse und habe ich echt Respekt vor dir, denn ich stelle mir das so schwer vor, gerade dann, wenn man von Süßkram nur so umgeben ist. Hast du nicht vielleicht auch ein paar tolle Rezepte? Ich würde das nämlich auch gern einmal ausprobieren, zwar nur in Maßen aber das ist ja besser als nichts. Daher wäre ich über Rezepte sehr froh. Agavendicksaft esse ich nun schon immer zum Frühstück, das ist echt lecker. ♥

    hier geht’s zu meinem Blog ♥

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